Forschung: Atembasierte Achtsamkeit

Zwei Aspekte des Atems sind besonders interessant: 

  1. Der Einfluss des Atems auf das autonome Nervensystem    
    Der Atem ist eng mit dem autonomen Nervensystem verknüpft, insbesondere mit dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Achtsamkeitspraktiken, bei denen die Atemregulation im Mittelpunkt steht, modulieren nachweislich diese Systeme und lösen eine Entspannungsreaktion aus, die durch eine verringerte Herzfrequenz, einen niedrigeren Blutdruck und einen geringeren Cortisolspiegel gekennzeichnet ist. Diese physiologische Rekalibrierung fördert nicht nur den unmittelbaren Stressabbau, sondern auch die langfristige Widerstandsfähigkeit gegen chronische stressbedingte Störungen. 
  2. Atem, Gefühle und das Gehirn   
    Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Atmung und Atemrhythmus eng mit bestimmten Emotionen verbunden sind. Es wurde festgestellt, dass bestimmte Emotionen mit bestimmten Atemmustern korrespondieren und dass das Atmen nach einem bestimmten Muster auch den emotionalen Zustand beeinflussen kann. Andere Studien untersuchten diesen Zusammenhang aus neurowissenschaftlicher Sicht, indem sie mit Hilfe der Magnetresonanztomographie Veränderungen in der Gehirnaktivität feststellten. Die Forscher fanden heraus, dass sich die achtsame Aufmerksamkeit auf den Atem auf die Bereiche des Gehirns auswirkt, die für Stress und rationales Denken zuständig sind, wobei die Aktivität in den Bereichen für Stress abnimmt und die Integration mit den Bereichen für rationales Denken zunimmt (Doll et al., 2016). 

Wissenschaftliche Erkenntnisse über die von TLEX verwendeten atembasierten Achtsamkeitstechniken 

Es wurden bereits zahlreiche Studien zu den vom TLEX-Institut verwendeten Atemtechniken durchgeführt.

Es wurde festgestellt, dass regelmäßiges Üben der atembasierten Achtsamkeit von TLEX zu folgenden Ergebnissen führt:

WENIGER 

  • Stress (Kjellgren et al., 2007) 
  • Cortisol, das Stresshormon (Vedamurthachar, 2006 und Aggarwal MD, et al, Univ. of Ottawa, Kanada) 
  • Angstzustände und Depressionen (Janakiramaiah et al., 2000; Kjellgren et al., 2007; Descilo et al., 2009) 
  • Blutdruck und Herzfrequenz (Grossman et al., 2001; Sakakibara et al., 1996; Telles et al., 1992) 
  • Schmerz (Zautra et al., 2010) 
  • Posttraumatische Belastungsstörung (Descilo et al., 2009) 
  • Substanzgebrauch (Tabak) (Kochupillai et al., 2005)

MEHR

  • Gehirnfunktion: Zustand des FLOW (Bhaskar et al. 2020) 
  • Mentaler Fokus (Bhatia et al., 2003; Jella et al., 1993, Naveen et al., 1997) 
  • Wohlbefinden und Optimismus (Kjellgren et al., 2007) 
  • Immunfunktion (Kochupillai et al., 2006; Sharma et al., 2003)